Wohnmobil am O´Swaldkai

Nun stehen wir am Hafen und warten auf unsere Verschiffung nach Südamerika. Unser Wohnmobil sieht auf einmal so klein aus neben den ganzen LKWs. Der Parkplatz am O´Swaldkai ist super und es gibt kostenlose Toiletten.

Wir sind fasziniert, was alles an rollendem Schrott nach Afrika verschifft wird. Teilweise 4 (!) LKWs übereinander, einfach mit ein paar Zurrgurten gesichert. Dann PKWs vollgestopft mit Zeug, Teppichbodenreste zum Abdecken und die Türen mit Bauschaum verklebt als Diebstahlsicherung. Wenn wir das sehen, dann wirkt die riesige Diesel Verschrottungsaktion in Deutschland schlichtweg pervers. Würden die “bösen” Diesel-PKW statt diesem Schrott nach Afrika exportiert, dann wäre tatsächlich etwas Positives für das Weltklima getan. Aber auf solche Ideen kommt unsere Bundesregierung natürlich nicht.

Schrott für Afrika
Schrott für Afrika
Schrott für Afrika

Was hier bei Unikai wirklich fehlt ist eine Entsorgungsmöglichkeit für Grauwasser und den Toilettentank. Wir haben keine Ahnung, wie das andere Reisende machen, die von hier aus verschiffen, aber uns bleibt nichts anderes übrig, als das Abwasser mit nach Uruguay zu nehmen.

Ein funktionierendes Gast-WIFI wäre sensationell. Wir haben zwar dankenswerterweise einen Gast-Key erhalten, aber das Gastnetz funktioniert leider nicht. So sitzen wir hier mit den Überresten einer 56 Kbps Handy-Verbindung, da unsere Handy-Tarife gekündigt sind und das Highspeed-Guthaben bei Netzclub erschöpft ist. So gewöhnen wir uns schon mal an langsamere Internetnutzung. Auch das hat sicher einen positiven Effekt.

Wir werden falls möglich noch einen Blogpost am Montag verfassen, falls wir dazu kommen. Um ca. 11 Uhr soll es los gehen mit der Verladung. Wir melden uns an der Rezeption, dann kommt ein Shuttle, das uns zum Schiff voran fährt. Das Auto kommt dann gleich an Bord und wird vertäut. Danach dürfen wir wahrscheinlich unser Gepäck für die Überfahrt ausladen und in die Kabine bringen. Wir sind schon sehr gespannt, wie unser Wohnmobil untergebracht wird und wie unsere Kabine aussieht.

Weitere Reisende haben wir noch nicht getroffen, scheinbar sind wir von hier aus die Einzigen, die mit dem Auto mitfahren. Ob noch andere Reisende schon in Antwerpen an Bord gegangen sind wissen wir noch nicht, das werden wir am Montag herausfinden.