San Ignacio Miní / Misiones / Argentinien

14.01.2019 Wir sind unterwegs in Misiones, dem nordöstlichsten Teil Argentiniens. Hier ist es heiß und schwül, tropisch. Wir fahren zu dem Museum und stellen fest, dass hier Parkplätze richtig teuer sind. Zum Glück sieht eine Deutsche, die hier lebt, dass wir uns weigern teure Tickets zu bezahlen und bietet uns einen Parkplatz am Restaurant direkt gegenüber des Eingangs an. Wir unterhalten uns glänzend und besuchen dann das Museum.

San Ignacio Miní wurde wieder etwas hergerichtet und dazu ein Museum gebaut, dass die Geschichte und das Leben in der ehemaligen Jesuitenmission darstellt. Insgesamt sehr nett gemacht, hat aber auch was von Disney Land. Überall sind Scheinwerfer angebracht, zu bestimmten Zeiten gibt es abends eine Lightshow. Na ja, ob das der Sache dienlich ist? Zumindest sprechen die Besucherzahlen dafür und Fördermittel fließen reichlich…

Wir genießen es, über die Anlage zu schlendern und hier sind teilweise die Mauern der Gebäude schön zu sehen. Wir bekommen einen Eindruck wie es damals hier ausgesehen hat. Die Wohngebäude hatten Vordächer und waren für damalige Verhältnisse durchaus groß. Am zentralen Platz stand die riesige Kirche und daran angeschlossen die Werkstätten. Die Jesuiten waren nicht nur auf Missionieren aus, sondern boten auch eine Handwerksausbildung, was durchaus Sinn machte. Etwas weiter in der Anlage lagen dann die Wohnungen der Jesuiten.

Insgesamt war es ein interessanter Besuch mit vielen Eindrücken, jedoch fehlt hier das Flair, das wir in anderen ehemaligen Missionen erlebt haben. Trotzdem definitiv einen Besuch wert.