Nekrophile, Schafsdiebe und Schwarzarbeiter

22.04.2019 Wenn einer eine Reise tut… Eigentlich wollten wir über das, was wir jetzt berichten nicht schreiben. Aber heute Morgen war so bizarr, da haben wir beschlossen dem Ganzen doch einen Artikel zu widmen.

Wir standen in dem schönen Dorf Chincha Baja in der Nähe von Pisco an der Plaza über Nacht. Gestern Abend wurde dort noch Fastfood verkauft und wir haben sogar Platz für zwei Stände gemacht. Abends bearbeiteten wir Videos. Heute Morgen klopft es am Wohnmobil, steht ein Polizist vor der Tür. Besorgte Bürger hätten angerufen, wir seien bestimmt Wanderarbeiter. Was wir hier denn so machten. Aha! Dieses Mal sind wir also reisende Schwarzarbeiter aus Deutschland, die gerne in Peru arbeiten möchten, denn der Mindestlohn von ca. 320 Euros im Monat bei 50 Wochenstunden ist ja so attraktiv… Er war sichtlich erleichtert, als wir ihm erklärten wir seien auf einer Weltreise und nur Touristen. Kontrolle von Passaporte wurde natürlich zur Sicherheit gemacht.

Ein anderes Mal, in Nordargentinien, standen wir abends auf dem Parkplatz eines Friedhofs. Zur Erklärung: Friedhofsparkplätze sind eher die sichereren Stellplätze, denn Gelegenheitsverbrecher meiden die Präsenz von Gott und schon zweimal die Präsenz der toten Oma die dort begraben liegt. Wäre ja schlecht, wenn die mitbekämen, was die Lumpen so anstellen. Dort haben besorgte Bürger die Polizei gerufen, weil sie dachten wir hätten ganz wüste Dinge mit den Toten vor. Der Polizist war sichtlich irritiert als wir ihm sagten, die machen weder laute Musik noch Ärger in der Nacht, also eher sicher. Den Platz verlassen mussten wir trotzdem…

Freunde die mit einem Sprinter unterwegs sind hatten einmal Besuch von der Polizei, weil in Peru besorgte Bürgen den Verdacht hatten, sie könnten Schafe stehlen. Mit einem Sprinter Wohnmobil. Nun ja, jeder in seiner Welt, oder?

Wir ihr lest werden wir Weltreisenden so allerlei verdächtigt, wir versichern hiermit hoch und heilig weder Schwarze Messen zu feiern noch Schafe zu stehlen und schon gar keine Arbeit zu suchen.