Carthago in Peru

Interview mit Nora & Anne von Quer durch Peru

Als fleißige Leser von Quer durch Peru hatten wir die Freude, Nora & Anne in einem Interview einige Fragen zu Peru und unserer Reise auf der Panamericana in Südamerika zu beantworten. Nora & Anne geben einen Reiseführer zu Peru heraus, leben und arbeiten in Peru. Wir haben auf ihrer Website schon viele interessante Informationen gefunden und waren natürlich begeistert, als sie uns nach einem Interview gefragt haben.

Peru haben wir zweigeteilt erlebt. Der Süden des Landes ist extrem spannend und angenehm zu bereisen. Die Leute sind freundlich und die Landschaft sagenhaft. Den Norden ab Lima haben wir als sehr schmutzig, voll mit Bauschutt und Abfall entlang der Straße erlebt, zumindest in besiedelten Gebieten. Außerdem gilt der Norden an der Küste als gefährlich, es kam schon zu einigen Raubüberfällen. Trotzdem ist Peru ein bereisenswertes Land, der Norden der Küstenstraße ausgenommen.

Was wir als Deutsche gar nicht so auf dem Schirm haben ist die uralte Geschichte des Landes. In Peru gab es jahrtausende vor den Incas schon Siedlungen und Hochkulturen, die sagenhaften Incas sind eher eine Randnotiz in Anbetracht der reichen Geschichte. Es gibt Ausgrabungen, die so sehenswert sind praktisch im gesamten Land, einfach sehenswert. Ganz zu schweigen von der Landschaft. In Peru gibt es alles zu erleben, Wüste, die größte Wanderdüne der Welt, Hochgebirge, Dschungel und Amazonas.

Für Genießer hält das Land eine ganz große Überraschung bereit. Die Küche! Wir haben in Peru immer gut gegessen, besonders Ceviche hat es uns angetan. Ceviche ist ein Gericht aus rohem Fisch, der filetiert und in Stückchen geschnitten mit frischem Lemonensaft übergossen wird. Durch den Lemonensaft wird der Fisch so verändert, dass er fast wie gekocht wird, aber trotzdem noch den Biss von rohem Fisch hat. In jedem Ort wird Ceviche anders zubereitet, es lohnt sich also überall mal zu probieren. Aber vorsicht mit den Beilagen! Es gibt immer ein paar Stückchen “Picante”, also Chilischoten dazu. Die sehen teilweise aus wie geschnittene Tomaten, haben aber eine ganz andere Wirkung.

Wir hatten bei einem mehrwöchigen Werkstattaufenthalt in Arequipa die Gelegenheit, uns ausgiebig durch die Restaurants der Stadt zu schlemmen. Das Essen ist sehr preiswert (etwas abseits der Touristenströme an der Kathedrale) und typisch ist ein Menü aus einer hervorragenden Suppe, Hauptgericht und Nachspeise mit einem Getränk. Am besten waren die kleinen Restaurants, z.B. im Eingang einer Autowerkstatt. Dort gibt es dann nur 2 Tische, Mutter und Tochter kochen und es gibt originales Peruanisches Essen wie sonst nirgendwo. Wenn Ihr in Peru seid, geht in diese kleinen Restaurants, es lohnt sich unbedingt! Wir hatten niemals Magenprobleme mit dem Essen, auch wenn die Küche vielleicht nicht ganz so aussieht wie wir es in Deutschland erwarten würden.

Für Reisende mit dem Wohnmobil gibt es unzählige sagenhaft gelegene Stellplätze. Die Küste ist unglaublich und es findet sich immer wieder ein Platz an dem man völlig alleine stehen und die Landschaft genießen kann. Gerade mit dem Wohnmobil Genuss pur.

Unser Fazit zu Peru: Unbedingt ansehen! Eines der besten Reiseländer die wir erlebt haben auf dem Trip.