Gomeria Argentina

06.01.2019 Nach nunmehr 13.000 km in Südamerika haben wir uns unseren zweiten Platten eingefahren. Beim ersten Mal in Las Grutas hatten wir eine dicke Schraube in der Lauffläche. Wir sind wir einfach in die nächste Stadt gefahren (immer mit Reifendruckkontrollsystem und sehr langsam) und haben für umgerechnet 3,50 Euros den Reifen flicken lassen. Die Gomeria war sauber und die Arbeit professionell. Aber diese Gomeria war eben auch in der Bezirkshauptstadt und wurde von einem jungen Mann betrieben, der seine Arbeit ernst nahm. Das war neben Autohäusern die sauberste Gomeria, die wir in Argentinien gesehen haben.

Alle anderen Gomerias außer in den Städten liegen irgendwo an einer Straße, meist in sehr ländlichen Bezirken und sind entweder bei Tankstellen oder an einem Wohnhaus angeschlossen. Meist sehen die Gomerias nicht sehr vertrauenserweckend aus, was aber täuscht. Die Gomerias sind in der Lage Reifen zu flicken, die in Deutschland schon seit langem in die Verwertung gewandert wären.

Nach unserem zweiten Platten (wir haben ja genügend Ersatz dabei) dachten wir also, wir gucken bei der nächsten Gomeria, die uns am Wegesrand ins Auge fällt. Die Gomeria im Bild ist so eine typische Gomeria auf dem Land an einer Ruta Nacional, also Bundesstraße. Die Herren dort dachten allerdings, dass nicht nur ein Touristenpreis, sondern auch noch ein Aufschlag fällig sei und wollten glatt knapp 7 Euros! Wir lehnten dankend ab und werden bei nächster Gelegenheit den Reifen reparieren lassen. Einstweilen geht der Ersatzreifen, auch wenn auf der Hinterachse nun verschiedene Reifen aufgezogen sind.

Um Euch einen Eindruck von so einer typischen Gomeria zu geben haben wir ein Foto aus der Dashcam in den Artikel eingefügt. Alle, die sich ebenfalls eine Südamerikareise überlegen können sich schon mal mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen. Wohlgemerkt: Die Arbeit, die hier verrichtet wird ist erstklassig!