Chos Malal Argentinien Ruta 40

Covid-19 und Reisen

05.05.2020 Ja, wie geht es weiter bei uns mit den Wohnmobilreisen? Gute Frage, nächste Frage. Im Ernst: Auslandsreisen sind momentan leider nicht machbar wie es aussieht und wenn, dann wahrscheinlich im Sommer sehr eingeschränkt. Wir werden sehen, wie sich die Reisebedingungen in Europa entwickeln.

Heute wurde in Bayern verkündet, dass die Ausgangsbeschränkungen entfallen. Das generelle Verbot der Bundesregierung für touristische Reisen ist paradoxerweise noch in Kraft. Wir sind mal gespannt, wie dieses generelle Reiseverbot mit geöffneten Campingplätzen und Stellplätzen zusammenpasst. Flickenteppich Deutschland eben.

Sobald Wohnmobilstellplätze wieder freigegeben werden sind wir wieder unterwegs, so viel steht fest. Ende Mai ist Pfingsttreffen der drrc (ehemalige Newsgroup im Newsnet de.rec.reisen.camping). Wir freuen uns schon darauf, wieder ein paar alte Bekannte zu treffen.

Die Zeit in der wir nicht reisen durften haben wir genutzt, um das Wohnmobil um ein paar Kleinigkeiten zu ergänzen. Wir haben nun ein Batteriemonitor System, ein BMV-712 mit Bluetooth. Dazu kam noch ein Ladebooster mit 30A, da in Europa die Solaranlage wohl weniger Leistung liefern wird als in Südamerika.

Diesen Sommer werden wir noch Deutschland bereisen und für den kommenden Winter sehen wir, was in Südeuropa möglich ist. Noch einen Winter in Deutschland möchten wir nicht, lieber Sonne und warm. Vielleicht Griechenland, Spanien erscheint uns momentan noch nicht geeignet für ein entspanntes Überwintern.

In Gedanken sind wir täglich noch in Südamerika unterwegs und wir verfolgen auch einige Reisende, die sich entschieden haben die Lockdowns in Süd- oder Mittelamerika abzuwarten. Freunde von uns sind in Guatemala, Peru, Argentinien, andere haben es nach einiger Zeit wieder zurück nach Hause geschafft. Insgesamt schätzen wir nach allen Informationen die uns vorliegen, dass Reisen auf Jahre hinaus nicht mehr so sein wird wie wir es noch erleben durften. Eine sehr traurige Entwicklung, die eine Anpassung unserer Pläne verlangt.

Der Nordteil der Panamericana ist nach wie vor geplant, abhänging von der globalen Entwicklung und speziell von der Entwicklung in den USA. Für den Nordteil werden wir unser Wohnmobil nicht verschiffen, sondern uns ein Mobil in Kanada oder den USA zulegen. Vorzugsweise registriert in den USA auf unseren Namen. Das hat verschiedene Gründe, angefangen bei der Ersatzteilversorgung über Versicherung und schließlich den möglichen Wiederverkauf am Ende der Reise. Eine Übertragung an neue Eigentümer ist mit US Zulassung einfach machbar.

Für Europa ist unser Carthago toll und völlig ausreichend, für den Nordteil der Panamericana stellen wir uns etwas Geländegängiges mit Allrad vor. Wir wünschen allen die im Moment noch unterwegs sind viel Glück, Sicherheit und Gesundheit!