Cabo Polonio Seelöwen Seehunde Wale Uruguay

Cabo Polonio – Hippies, Seelöwen und Wale

10.10.2018

Heute sind wir nach Aguas Dulces gefahren (leer, Vorsaison, urig und ein unglaublicher Strand. Wenn man gute 2 km am Strand entlang läuft gibt es sogar einen FKK Abschnitt! In der Ortsmitte steht ein Walschädel. Viele pittoreske Gebäude, in der Saison sicher voll. Danach ging es nach Cabo Polonio, der legendären Hippie-Siedlung.

Da diese Siedlung in einem mittlerweile errichteten Naturschutzgebiet liegt, muss man am Eingang parken und mit 4×4 LKWs über die Dünen zur Siedlung fahren. Kostenpunkt Parken ca. 6 EUR, Hin- und Rückfahrt für 2 Personen ca. 12 Euros. Dafür wurde einiges geboten! Das Besucherzentrum ist hinreißend hergerichtet, alles sauber und ordentlich. Die LKWs sind teils 2-Achser, teils 3-Achser mit 2 Stockwerken für die Mitfahrer. Oben zu fahren im Gelände ist durchaus interessant, da dort die Hebelwirkung wirklich zur Geltung kommt.

In dem Naturschutzgebiet liegt auch die angeblich größte Seelöwenkolonie der Welt. Es gibt viele Seehunde, Seelöwen und als Highlight auch Wale zu sehen, die direkt vor dem Strand im Wasser plantschen. So nah an diese Tiere zu kommen ist beeindruckend.

Die Siedlung wird als Hippie-Siedlung bezeichnet, was sie sicher auch einmal war. Jetzt leben hier Geschäftsleute, die sich als Hippies geben, Frisuren und Kleidung sind dem Image angepasst. Es gibt das sog. historische Dorf und außen herum wird fleißig gebaut. Es hat dennoch Charme und ein gewisses Flair. Auch wenn Solarstrom, Stromleitung, WIFI etc. schon Einzug gehalten haben. Die Geschichte vom stromlosen Aussteigerdorf stimmt nicht mehr. Die Gestaltung der Gebäude ist durchgängig sehr kreativ und sehenswert. Ein wenig von einer Kommune ist gefühlt noch vorhanden. Schön auch, dass wir auf der Straße angesprochen wurden, ob wir Kekse oder Räucherstäbchen oder vielleicht auch Cannabisöl kaufen möchten. Wie gesagt, etwas ist noch übrig.

Die Preise für Pizza etc. sind exorbitant, wie überall in Uruguay. Nach der Rückfahrt waren wir sehr erstaunt, dass wir 4 Stunden unterwegs waren, es fühlte sich nach max. 1 Stunde an. Auch hatten wir das Gefühl einer Blase entstiegen zu sein, also ist doch etwas dran an der „alternativen Welt“ die beschrieben wurde.

Obwohl mittlerweile absolut touristisch geprägt eine echte Empfehlung für jeden, der Natur liebt, auf Geländetouren im LKW steht oder einmal ein Hippie Freilichtmuseum besuchen möchte.

Besucherzentrum und das “Hippie Dorf”

Seelöwen, Seehunde und Wale